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Gruppenführer:
SEG-E
Carsten Magunia

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Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung "Unteres Remstal"

Mit dem teilweisen Rückzug des Bundes in den  Jahren 2006/07 aus dem Zivilschutz musste die Struktur des Katastrophenschutzdienstes in Baden-Württemberg neu strukturiert werden. Unter anderem wurden auch die Einheiten des Sanitätsdienstes neu gegliedert und mit neuen Kompetenzen und Fahrzeugen  ausgestattet. Eine der markantesten Veränderungen war die Aufstellung sogenannter „Schnelleinsatzgruppen Erstversorgung“  als schnell einsetzbare Einsatzformation bei Massenanfällen von Verletzten und Großschadensfällen. Hierbei handelt es sich um eine taktische Einheit in Gruppenstärke von mindestens neun speziell ausgebildeten Einsatzkräften und zwei Einsatzfahrzeugen die im Bedarfsfall über einen Funkmeldeempfänger alarmiert werden. Das primäre Aufgabengebiet umfasst die Versorgung und Betreuung von  einer Vielzahl von Patienten und unverletzt Betroffenen um möglichst schnell die Versorgungslücke, falls die  Vorhaltekapazität des regulären Rettungsdienstes überschritten wurde, zu schließen. Somit dient die SEG-E vorrangig der Unterstützung des Rettungsdienstes. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben steht der SEG-E eine umfangreiche Ausstattung an Material zur Verfügung. Hierbei ist das meiste Material auf dem Gerätewagen Sanitätsdienst verlastet. Dieses Fahrzeug stellt das Land Baden-Württemberg den Hilfsorganisationen zur Verfügung. Unter anderem befinden sich zwei aufblasbare Schnelleinsatzzelte, ein Ersatzstromerzeuger, drei Defibrillatoren, zwei Beatmungsgeräte und eine umfangreiche Beladung an Verbands- und Sanitätsmaterial auf dem Fahrzeug. Mit dieser Ausstattung ist es möglich zehn Verletzte Personen nahe der Individualmedizin zu versorgen und transportfähig zu machen. Zusätzlich ist es möglich den Rettungsdienst mit Verbrauchsmaterial zu versorgen und eine Infrastruktur für weitere Einsatzkräfte an der Einsatzstelle aufzubauen.
Die Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung – Unteres Remstal hat ihren Standort im Industriegebiet Eisental in Waiblingen. Hier sind die beiden Einsatzfahrzeuge untergebracht. Die dazugehörigen Einsatzkräfte werden von den Bereitschaften Waiblingen 1 und Weinstadt zur Verfügung gestellt. Einmal im Monat findet ein spezielles Training nur für diese Einsatzkräfte statt um das besondere Vorgehen im Einsatz zu üben und um die umfangreiche Ausstattung zu beherrschen. Regelmäßig werden auch gemeinsame Übungstermine mit dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr oder den benachbarten Schnelleinsatzgruppen durchgeführt.