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Diese Situationen kennt doch jeder: Das letzte Streichholz ist verbraucht, der Rest Zahnpasta aus dem hintersten Winkel der Tube gedrückt und die Tintenpatrone für den Füllfederhalter ist auch wieder leer. Ärgerlich, aber kein Problem - mit einem Gang in den nächsten Laden ist alles wieder in Ordnung. Eines aber sucht man dort vergebens: das Blut, das in einer Notsituation hilft, Leben zu retten. Denn: Blut ist keine Ware. Blut kann man eben nicht kaufen!

Millionen Bundesbürger spenden jedes Jahr freiwillig und unentgeltlich - zum Teil mehrfach - Blut beim DRK. Sie sind das wichtigste Glied in der Kette zur Blutversorgung. Trotzdem sind es aber, bezogen auf die Menge von benötigtem Blut, noch

immer zu wenig Spender. Speziell in den Urlaubsmonaten entstehen immer wieder Engpässe. Selbst Blutbanken, die ihre Spender bezahlen, klagen darüber, dass trotz Bezahlung nicht genügend Spender zur Verfügung stehen. Insofern ist nicht davon auszugehen, dass durch eine Bezahlung der Blutspender mehr Blutspenden zur Verfügung stehen würden. Ganz abgesehen von ethischen Grundsätzen hält es das Deutsche Rote Kreuz auch aus Sicherheitsgründen für unvertretbar, durch finanzielle Anreize auch solche Personen anzulocken, die zu Risikogruppen gehören und möglicherweise bestehende Risiken verschweigen, um an das Geld zu kommen.

Stellen Sie sich einmal vor, sie erleiden einen Unfall oder sind krank und kommen ins Krankenhaus. Dort eröffnet man Ihnen, dass momentan leider zu wenig Blutkonserven zur Verfügung stehen würden, um ihre Operation gefahrlos durchführen zu können. Würden Sie sich dann nicht wünschen, dass es mehr Blutspender gäbe?